Übersicht
Im kühlen Mizzáll gelegen, besticht die Stadt allen Wissens durch eine Architektur klarer Formen. An präzise ausgewählten Orten durchbricht kunstvolles Buntglas die glatten Strukturen und streut auf diese Weise berückende Farben über die Hauptstadt der Issír. Zahllose, ausgestellte Kunstschätze, erlangt aus allen Teilen der Welt, bereichern die Metropole. Es sind nicht die einzigen Wunder, die in Firsk aufgrund ihrer atemberaubenden Kunstfertigkeit bestaunt werden können. Auch Mechaniken, die andernorts an Zauberei denken lassen, verleihen dieser Stadt Attraktionen, wie sie sonst nirgends zu bestaunen sind. Sich wie von selbst hebende und senkende Brücken, Brunnen mit pompösen Wasserspielen und Seilzüge, die Gondeln und Lasten bewegen: Den Tüftlern des Nordens gelingt nicht nur eine Lösung, ihnen gelingt sie in sowohl ästhetischer als auch praktischer Vollendung.

Schmale, hohe Gassen, von klarem oder getönten Glas überdeckt, führen durch wohl kurierte Galerien. Die Gestaltung dieser Lichtkorridore lässt niemals eine bedrückende Dunkelheit zu. Auf den öffentlichen Plätzen verblüffen steinerne Mosaike mit ihren schieren Ausmaßen und präziser Setzkunst. Sie kartografieren all jene Ereignisse im Bewusstsein des Betrachters, die aus Sicht der Issír historische Meilensteine Thans darstellen. So wurde der Hauptplatz infolge der Nacht der Stille komplett abgetragen und mit einem neuen Mosaik versehen, welches das Verschwinden der Unterdrücker Thans in glorreicher Pracht verewigt.

Bis auf wenige Ausnahmen stellen die unzähligen Flachdächer Firsks einen großzügigen Raum für Lokalitäten und öffentliche Gärten dar, in denen unter Glas gedeiht, was auch immer die Issír begehren. Sorgsam vergitterte Fenster sind in Firsk erst auf Höhe des zweiten Stockwerks zu finden. Jeder Zugang in die Häuser ist mit extremer Sorgfalt gesichert; keine Mechanik ist den Issír komplex oder auch grausam genug, um ihre privaten Gefilde zu schützen.

Eine geradezu andächtige Ruhe liegt über der Stadt allen Wissens. Wo man Bewohner erblickt, scheinen diese stets zielstrebig unterwegs oder in unhörbar leise Gespräche vertieft. Es gehört in Firsk nicht nur zum guten Ton, zu flüstern: es ist eine der Auflagen, mit denen sich Volksfremde einverstanden erklären müssen, wollen sie die empfohlenen Pfade durch die Stadt verlassen. Wer einen Fußgänger erblickt, dick eingepackt in Mantel, Schal, Mütze und behangen von Fellen, kann sich ebenfalls sicher sein, einen Volksfremden entdeckt zu haben, denn die Kleidung der Issír ist von praktischer, durchdachter Kompaktheit. Längst hat man die ideale Kombination aus Schichten ausgeklügelt: feinste Wolle oder Leinen als Grundschicht, darüber ein schmuckvoller Gambeson, gekrönt von einem Umhang aus dünnstem Leder oder gewachstem Leinen.

Das Sammellicht
Im Zentrum des zentralen Platzes erhebt sich ein metallisches Konstrukt, geformt aus netzartigen Streben, an dessen Spitze ein anziehendes Licht glüht. Dieser strahlende Fixpunkt ist von nahezu jedem Winkel der Stadt aus zu erblicken, sobald man einen der gläsernen Lichtkorridore verlässt oder eine der Dachterrassen beschreitet. Auf diese Weise ist es förmlich unmöglich, sich in der Stadt allen Wissens zu verlaufen.

Die Refugien der Synusien
Die Refugien stellen abgeschlossene Wohnareale überall in der Stadt dar. Diese umspannen meist eine Vielzahl von Gebäuden, sodass sie viel Fläche in Anspruch nehmen können. Durch die Größten führen allein Lichtkorridore hindurch, wodurch kein Blick ins Innere gelingt. Geflügelten Volksfremden ist es nicht gestattet, Refugien zu überfliegen. Es gibt gewisse Mechaniken, denen es gelingt, diese Regel in Firsk zu untermauern.