Übersicht
Von den Draciern von einer uralten Gebirgsstadt zu einer vollendeten Metropole geformt, stellt Amra-Tephis noch bis in die heutige Zeit einen Knotenpunkt der Handesrouten Thans dar. Obwohl das Reisen über die Portale inzwischen ein hohes Maß an Wagemut erfordert, lauern zahllose Händler auf die günstige Gelegenheit, rauschenden Reibach zu machen, wann immer die amrischen Wege sich öffnen. Trotz aller Gefahr wächst das Interesse an den Portalen stetig... und wie die Erfinder Ohejirs tüfteln in die Kaufleute Amra-Tephis' daran, Vorteile aus Amras Wandel zu ziehen.

Die Portale
In Amra-Tephis existieren drei feste Portale. Das zentrale führt nach Ima-Luvis, das östliche nach Firsk und das westliche nach Neffim. Die drei sphären-förmigen Tore liegen in erhöhter Lage und sind nur sporadisch aktiv. Am häufigsten aktiviert sich das Portal nach Neffim [einmal pro Phase], gefolgt von dem nach Firsk [einmal alle zwei Phasen], mit Ima-Luvis als Schlusslicht [einmal alle drei Phasen].

Seit Amras Wandel gelten Portalreisen jedoch als riskant. Besonders das Portal nach Neffim fordert regelmäßig seine Opfer. Es kommt vor, dass sich wagemutige Reisende nach dem Durchschreiten der leuchtenden Sphäre in einer nebligen Zwischenwelt wiederfinden, anstatt an ihrem erhofften Zielort. Auf jener Ebene, die in ihrer Natur den Nebeln gleicht, müssen sie auf ihr Glück hoffen, an ein weiteres Portal zu gelangen, das sie wieder zurück nach Amra-Tephis oder an ihr Ziel bringt.

Um die Chance auf eine erfolgreiche Portalreise im Vorfeld zu ermitteln, bieten einige Xavare auf den Portal-Plateaus ihre hellseherischen Fähigkeiten an. Sie gegen bare Münze zu befragen, stellt zurzeit die sicherste Methode dar, um die Risiken einer unmittelbar bevorstehenden Portalreise abzuwägen. Es ist jedoch ratsam, sich zuerst der tatsächlichen Begabung des Xavars zu versichern.

Rund um die Portal-Plateaus reihen sich viele feste Geschäfte und zahllose Handelsstände aneinander.

Der Staudamm und das Refugium
Die Dracier haben Amra-Tephis mithilfe mächtiger Zauber aus dem Gestein des Gebirges geschnitten. Dabei schufen sie den mächtigen Drakensee-Staudamm, der vier Wasserfälle aus der Drakensee in die Stadt stürzen lässt. Dieses Wasser sichert die Versorgung der Stadt mit sauberem Trinkwasser und stellt die Quelle des Nun'Zyn dar, der unterhalb der Stadt in Richtung Nord-Westen strömt.

An der südlichsten Spitze erhebt sich ein quadratisches Plateau: das Refugium. Hoch über dem Staudamm aufragend, ist es bis weit hinaus auf die Drakensee zu sehen. Einst Sitz der dracischen Blutlinien, beherbergen die vier prunkvollen Bezirke nun vier der fünf Schirm-Völker der Freistadt. Die Sylphen residieren im südlichen Viertel, die Yi'Zari im westlichen, die Issír im östlichen und die Äos im nördlichen, welches durch ihr Wirken frei von Amra ist. Weniger gut betuchten Vertretern der Völker steht es frei, auch auf den anderen Ebenen der Stadt Behausungen zu beziehen. Gjad finden sich allerdings nur auf der mittleren oder den unteren Ebenen von Amra-Tephis.

Nur das Refugium bietet Zugang zum Kamm des Staudamms, sofern man keine Flügel besitzt.

Die Xaraxar siedeln auf den stufenförmigen Untersee-Terrassen im Außenbereich des Staudamms. Oberhalb von Xoas Grenze werden die Behausungen von weiten, tiefschwarzen Schirmalgen-Fächern vor Oas Licht geschützt. Besonders die geschulten Augen der Xaraxar sehen mit Besorgnis die stetig wachsende Anzahl feiner Risse, die sich verstärkt am Staudamms ausbreiten. Der lädierte Zustand des Damms, der nicht länger von dracischem Wissen instandgehalten wird, ist auch den übrigen Schirm-Völkern bekannt ... doch so recht weiß dem niemand zu begegnen. Die Probleme gelten als offenes Geheimnis, bei dem es sich wie bei vielen unvorstellbaren Katastrophen verhält: Man wagt kaum, sich auch nur Gedanken darüber zu machen.

Der Tempelbezirk
Im Norden der Stadt, auf halber Höhe der Portal-Plateaus, befindet sich der Tempel von Amra-Tephis. Einst zu Ehren von Moravis, der Urmutter der Dracier errichtet, wurde die Anlage vor einiger Zeit zur Glaubensstätte Epheons umgebaut. Im Allerheiligsten befindet sich das gut geschützte Elysis von Amra-Tephis, zu dem nur Auserwählte Zutritt besitzen.

Der Goldhand-Bund
Ein exklusiver Zusammenschluss aus Kaufleuten, der Gesuche für 'Portalschreiter' ausschreibt, lohnende Reisen aufzeigt, die von einem hohen Startkapital profitieren, und diese finanziert, woraufhin 'Anteilssiegel' an interessierte Spekulanten verkauft werden.
Sowohl wohlhabende Kaufleute als auch einfache Arbeiter können über den Goldhand Bund Anteilssiegel erwerben, die mit Gewinn wieder an den Bund veräußert werden können, sofern die finanzierte Portalreise gelingt. Bis das Ergebnis feststeht, gelten die Anteilssiegel als Handelsgut, das frühzeitig verkauft werden kann, sollte der Besitzer knapp bei Kasse sein oder nicht mehr an den positiven Ausgang der Reise glauben.